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02-Nov-2017 21:45

Er schloss sich einem gelehrten Kreis an, zu dem Theodor Gottlieb Hippel, Hamann, Johann George Scheffner und Kant zählten.

Herder, der 1762–1764 bei Kant Vorlesungen über Astronomie, Logik, Metaphysik, Moralphilosophie, Mathematik und Physische Geographie gehört hatte, schrieb später darüber: „Mit dankbarer Freude erinnere ich mich aus meinen Jugendjahren der Bekanntschaft und des Unterrichts eines Philosophen, der mir ein wahrer Lehrer der Humanität war (…) Seine Philosophie weckte das eigne Denken auf, und ich kann mir beinahe nichts Erleseneres und Wirksameres hierzu vorstellen, als sein Vortrag war.“ an Kant, die rügten, dieser habe die Sprache als originäre Erkenntnisquelle vernachlässigt.

Als Gegenleistung durfte er dessen umfangreiche Bibliothek frei nutzen. Schwarz-Erla verließ Herder im Sommer 1762 Mohrungen und ging nach Königsberg, um Chirurg zu werden.

Auf Initiative des russischen Regimentschirurgen J. Weder seine Geburtsstadt noch Eltern und Freunde sah er jemals wieder.

Im Dezember 1769 reiste er über Brüssel, Antwerpen, Amsterdam und Hamburg nach Eutin, wo er Anfang 1770 eintraf.

In Hamburg hatte er Gotthold Ephraim Lessing, Johann Joachim Christoph Bode, Johann Bernhard Basedow, Hauptpastor Johann Melchior Goeze und Matthias Claudius kennengelernt. Erste Stationen der Reise waren Hannover und Kassel; in Göttingen schloss er Bekanntschaft mit Heinrich Christian Boie.

Herder wies zudem darauf hin, dass der Mensch bereits während der Wahrnehmung „metaschematisiert“, womit er bereits Einsichten der Gestaltpsychologie vorwegnahm.

Dabei handelte es sich um eine Vertiefung und Erweiterung seiner Sprachphilosophie, die er auf den Satz Hamanns gründete, wonach „die Poesie die Muttersprache des menschlichen Geschlechts“ ist.Auch seine Tätigkeit als Hilfspfarrer bei der Jesusgemeinde in Riga wurde so beendet. Unterwegs entstand das Journal meiner Reise im Jahr 1769 (erst 1846 veröffentlicht). Hier pflegte er mit den Enzyklopädisten einen regen Gedankenaustausch und wurde mit Denis Diderot und d’Alembert bekannt.Mit Hilfe einiger Freunde, namentlich seines Rigaer Verlegers Johann Friedrich Hartknoch, der ein Freimaurer und Vertrauter Hamanns, Kants und Kanters war, trat er 1769 eine Reise an, die ihn zunächst mit seinem Freund Gustav Berens (ca. Da er keine mehrjährigen Reisen auf Kosten der Freunde machen wollte, kam der Antrag des fürstbischöflich lübischen Hofs zu Eutin, den Erbprinzen von Holstein-Gottorp Peter Friedrich Wilhelm (1754–1823) als Reiseprediger zu begleiten, sehr willkommen.Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar.

Johann Gottfried Herder wurde als Sohn des Kantors und Schullehrers Gottfried Herder (* 9. September 1763) und dessen zweiter Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Oktober 1772) in Mohrungen geboren, einer Stadt mit kaum 2000 Einwohnern im Königreich Preußen.

Nicht nur Herders Älteste Urkunde des Menschengeschlechts zeigt Nachwirkungen hierauf.